BACSA Burgseminare

Spätestens seit der Wirtschaftskrise gilt das Leitbild des homo oeconomicus als überholt. Es wurde ersetzt durch das Ideal eines vernetzt und ästhetisch denkenden Menschen, einer Mischung zwischen Elon Musk, Mark Zuckerberg und Leonardo da Vinci. Es gibt dementsprechend viele Fortbildungsangebote zu Themen wie leadership und Kreativität. Was aber allen diesen Angeboten fehlt, ist ein grundlegendes Verständnis des menschlichen Bewusstseins.

 

Dessen Funktionsweise gilt nach wie vor als unergründbares Geheimnis - und das verurteilt zwangsläufig jede unternehmerische Massnahme zu einem unnötig hohen Anteil an Unbestimmtheit und blindem Gottvertrauen, wenn nicht gar zu Verlusten trotz bestem Willen. Um hier Abhilfe zu schaffen, bietet die BACSA in der Burg Lisberg zwei Grundlagenseminare zu einem umfassenden Bewusstseinsmodell und seinen betriebswirtschaftlichen Anwendungsmöglichkeiten an.


Das menschliche Bewusstsein aus Unternehmersicht

Bewusstsein wird heutzutage definiert als die Fähigkeit eines informationsverarbeitenden Systems, Wahrnehmungen emotional zu erleben und in Form von Erkenntnissen zu reflektieren. Wie das funktioniert, gilt als Rätsel. Denn die gängigen Erklärungsversuche arbeiten mit (1.) klassisch-logischem Denken, so wie es in den Schulen und an den Universitäten gelehrt wird. Im Gegensatz dazu gelten (2.) künstlerische und (3.) mystische Techniken der Informationsverarbeitung als irrational und unwissenschaftlich. In Wirklichkeit aber ist das Bewusststein ein systematisches Ineinandergreifen dieser drei verschiedenen Techniken.

Darum ist in der Betriebswirtschaftslehre schon lange bekannt, dass für eine wirklich innovative und moderne Unternehmensführung ein grundlegendes Verständnis von Ästhetik wichtig wäre - wenn es denn ein logisch nachvollziehbares Modell dieser nicht rein logisch funktionierenden Art der Informationsverarbeitung gäbe. Die BACSA legt erstmalig ein solches Modell samt seiner konkreten Umsetzungsmöglichkeiten im Unternehmen vor.

Denn Unternehmer müssen nicht nur ihr eigenes Bewusstsein souverän handhaben, sondern auch das Bewusstsein von Kunden, Mitarbeitern und Wettbewerbern einschätzen können. Tun sie das nicht, kann das zu kognitiven Betriebsunfällen aller involvierten Systeme führen, zum Burnout des Unternehmers oder zu hoher Mitarbeiter-Fluktuation, wenn nicht gar zum Scheitern des gesamten Unternehmens. Dass muss nicht, aber das kann passieren. Die Finanzkrise von 2008 war das beste Beispiel für einen solchen Mangel an Überblickswissen über das menschliche Bewusstsein.